3 Fragen an Mathias Daube
Drei neue Vorstandsmitglieder bedeuten drei neue Perspektiven auf unsere Arbeit. Im zweiten Porträt antwortet Mathias Daube, Corporate Citizenship Lead bei Accenture Schweiz und Senior Manager Cybersecurity, auf unsere Fragen.
1. Was hat dich bewegt, dich für ICT Scouts im Vorstand zu engagieren? Oder was war der Moment, in dem du gesagt hast: ja, da mache ich mit?
Ich bin vor einigen Jahren durch einen NZZ-Artikel auf ICT Scouts aufmerksam geworden. Mir war sofort klar, dass die Organisation hervorragend zu unserem gesellschaftlichen Engagement bei Accenture passt. Ein Schwerpunkt unseres Corporate-Citizenship-Programms ist es, junge Menschen bei der Berufswahl zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, Fähigkeiten zu entwickeln, die sie für ihre berufliche Zukunft brauchen.
Nach zahlreichen erfolgreichen Campus-Tagen bei uns im Office, Mitgliederversammlungen und weiteren gemeinsamen Events war für mich klar: Hier möchte ich mich auch persönlich stärker engagieren.
Ich habe selbst vor vielen Jahren eine Informatiklehre absolviert und bin ein grosser Fan unseres dualen Bildungssystems. Nicht alle Talente werden später eine Informatiklehre machen, und das müssen sie auch nicht. Die Freude am Tüfteln, das Lösen von Problemen und die Möglichkeit, neue Technologien zu entdecken, sind wertvolle Erfahrungen für alle jungen Menschen. Genau das macht ICT Scouts für mich so besonders.
2. Du trägst zwei Hüte: Security Consulting und Corporate Citizenship. Wie geht das zusammen? Nimmst du etwas vom einen in den anderen mit?
Mein beruflicher Schwerpunkt liegt im Security Consulting. Die Rolle als Ambassador für Corporate Citizenship in der Schweiz ist für mich eine zusätzliche Rolle, die mir unglaublich viel Freude bereitet. Unsere Mitarbeitenden für gesellschaftliches Engagement zu begeistern, gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen etwas zu bewegen und zu sehen, wie viele Menschen wir damit erreichen können ist sehr befriedigend für mich.
Besonders wirkungsvoll wird unser Engagement, wenn wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern etwas bewegen können. So bringen wir unterschiedliche Fähigkeiten, Erfahrungen und Perspektiven zusammen und können gemeinsam mehr erreichen.
Auch fachlich gibt es spannende Überschneidungen. Cybersecurity war beispielsweise bereits mehrfach Thema in unseren Pro-Bono-Projekten für gemeinnützige Organisationen. So schliesst sich der Kreis, wenn wir unsere berufliche Expertise direkt für gesellschaftliche Herausforderungen einsetzen können.
3. KI verändert gerade, was Menschen im Job können müssen, bei Jungen genauso wie bei Erwachsenen. Auch gesellschaftlich wird viel über Nutzen und Gefahren diskutiert. Wie stehst du dazu?
KI verändert nicht nur, welche Fähigkeiten wir brauchen, sondern auch, wie wir diese überhaupt entwickeln.
Die Chancen sind enorm. Risiken gibt es aber auch. Grundlegende Kompetenzen nehmen ab, KI übernimmt zunehmend Aufgaben, durch die Berufseinsteiger bisher wertvolle Erfahrungen sammeln konnten, und Menschen, die bereits heute Schwierigkeiten beim Zugang zu Bildung oder Arbeit haben, drohen noch weiter zurückzufallen.
Wir müssen Berufsbilder und Arbeitsprozesse neu denken, Bildung auf die Möglichkeiten der KI ausrichten und gleichzeitig kritisches Denken und Problemlösungskompetenzen gezielt fördern. Vor allem müssen wir sicherstellen, dass nicht nur diejenigen profitieren, die ohnehin schon privilegiert sind.
Für mich liegt die eigentliche Chance nicht einfach darin, Intelligenz für alle verfügbar zu machen. Sondern darin, mehr Menschen zu befähigen, diese Intelligenz zu nutzen, um ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.
Danke Mathias!
--> Zu Mathias auf LinkedIn
In den kommenden Monaten porträtieren wir unsere drei neuen Vorstandsmitglieder nacheinander.
Kurz, persönlich und mit Fragen, die uns als ICT Scouts wirklich beschäftigen.
Wer die drei sind, erfährt ihr hier --> LINK